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Erklärung von Fachbegriffen

Von A bis Z

Adenokarzinom Krebserkrankung des Speichel- und Drüsengewebes.
Akut Lateinisch: spitz, scharf. Erkrankung, die schnell zum Ausbruch kommt und relativ kurz dauert.
Ambulant Lateinisch: umhergehend. Behandlung, bei der kein Krankenhausaufenthalt nötig ist.
Anamnese Krankengeschichte. Art, Beginn und Verlauf der Erkrankung.
Anämie Blutarmut
Antiemetika Medikamente, die Übelkeit und Erbrechen lindern können
Antikörper Eiweiße des Immunsystems, die als Reaktion auf bestimmte eingedrungene Fremdstoffe ("Antigene") gebildet werden. Sie dienen der Abwehr dieser Fremdstoffe. Abgewandelt werden sie aber auch genutzt, um die Funktion bestimmter Moleküle zu verändern.
Benigne Gutartig.
Biopsie Gewebeprobe zur histologischen Untersuchung unter dem Mikroskop.
Chemotherapie Behandlung mit chemischen Substanzen. Meist ist damit die medikamentöse Behandlung von Krebs gemeint.
CT (Computertomographie) Computergestütztes Röntgenverfahren, bei dem Quer- und Längsschnitte zu einem dreidimensionalen Bild verrechnet werden können.
Defektprothese Für jeden Betroffenen speziell angefertigter Ersatz für Kiefer und Zähne.
Diagnose Griechisch: "die Durchforstung" im Sinne von "Unterscheidung", "Entscheidung"; Untersuchung der Krankheitszeichen (Symptome) zur Bestimmung der Erkrankung.
Endoskopie Mit einem biegsamen Schlauch mit optischem System können Körperhohlräume und Hohlorgane untersucht ("gespiegelt") werden.
Epithese Gesichtsprothese, für jeden Patienten speziell angefertigtes Ersatzstück. Wird meist nur oberflächlich angelegt oder geklebt.
Fatigue Erschöpfungszustand bei Tumorpatienten.
Fernmetastase Tochtergeschwulst in anderen Körperteilen als der Ersttumor.
Flouride Salze des Fluors, wichtig für den Erhalt des Zahnschmelzes.
Flouridierungsschiene Eine den Zähnen angepasste Kunststoffschiene; mit der die Zähne mit einem speziellen Flouridgel behandelt werden, um wider-standsfähiger gegen Strahlenschäden zu sein.
Grading Einteilung von Tumoren nach bestimmten Bewertungskriterien.
Histologie Griechisch: Histos = Gewebe; Wissenschaft von den biologischen Geweben.
HME-Tracheostomaventil Temperatur- und Feuchtigkeitstauscher
Hypopharynx Unterer Schlund
Implantat Künstlich hergestellte Teile, die für einen begrenzten Zeitraum oder auch für immer in den Körper eingepflanzt werden, z. B. Zahnimplantate = künstliche Zahnwurzeln.
Infektion Mikroorganismen (Viren, Bakterien, Pilze) dringen in den Körper ein und vermehren sich dort.
Intravenös In die Vene hinein
Karzinom Geschwulst, die aus Deckgewebe („Epithel“) entsteht, also von der Haut oder Schleimhaut ausgeht.
Kernspintomografie Siehe MRT.
Larynx Kehlkopf.
Logopädie Stimm- und Sprechheilkunde.
Lymphknoten „Filterstation“ für das Gewebswasser (die Lymphe“) einer bestimmten Körperregion, Teil des Lymphsystems. Wichtiger Teil des Immunsystems.
Lymphom Krebserkrankung des Lymphsystems.
Maligne Bösartig.
Metastase Tochtergeschwulst, Absiedlungen eines Tumors. Krebszellen gelangen über den Blutstrom oder die Lymphe in entfernte Gewebe und verursachen dort eine Metastase.
MRT Magnetresonanztomografie. Bildgebendes Verfahren, das auf der Verwendung eins starken Magnetfelds und Radiowellen basiert.
Nasopharynx Nasenrachen.
Obturatorprothese Oberkieferprothese als künstlicher Gaumen, wird nach einer Operation im Bereich von Gaumen und Oberkiefer eingesetzt, um Nase- und Mundraum von einander zu trennen und so Essen und Sprechen zu vereinfachen.
Onkologe Arzt, der auf Krebserkrankungen spezialisiert ist.
Oropharynx Mundrachen.
Palliative Therapie Auf die Milderung der Symptome ausgerichtete Symptome ausgerichtete Behandlung, wenn eine Heilung nicht mehr möglich ist
Phoniatrie Medizinisches Fachgebiet, das sich mit Erkrankungen und Störungen der Sprache, der Stimme, des Schluckens sowie kindlicher Hörstörungen beschäftigt.
Physisch Körperlich.
Plastische Operationen Chirurgischer Eingriff mit dem Ziel der Form- und Funktionsverbesserung.
Plattenepithelkarzinom bösartige Geschwulst der Schleimhaut (Plattenepithel).
Primärtumor Die als erstes entstandene Geschwulst, von der Tochtergeschwülste(Metastasen) ausgehen können
Prognose Abschätzung des weiteren Krankheitsverlaufs und der Heilungschance.
Prothese Künstlicher Ersatz der Zähne oder eines Körperteils.
Psychisch Seelisch.
Radioonkologe Spezialist für die Strahlenbehandlung bei Krebserkrankungen.
Radiotherapie Strahlenbehandlung.
Rehabilitation Maßnahmen, damit ein Betroffener nach einer Erkrankung wieder seinen privaten und beruflichen Alltag bewältigen kann.
Rekonstruktion Wiederherstellung.
Remission Zurückgehen der Krankheitszeichen.
Resektion Chirurgische Entfernung von erkranktem Gewebe.
Rezidiv Rückfall, Wiederauftreten von Krankheitszeichen nach einer erscheinungsfreien Zeit.
Sarkom Krebserkrankung des Knochen-, Muskel- und Fettgewebes.
Sonografie Ultraschalluntersuchung.
Spiegelung Endoskopie.
Stadieneinteilung Einteilung eines Tumors nach Größe, Lymphknotenbefall und Metastasierung, auch Staging genannt (TNM-Klassifikation).
Symptom Krankheitszeichen.
Systemische Therapie Den ganzen Körper betreffend. Die Wirkstoffe einer Chemotherapie gelangen über das Blut in den ganzen Körper und bekämpfen die sich schnell teilenden Zellen von Krebsgeschwülsten und Metastasen.
Szintigraphie Untersuchung und Darstellung innerer Organe mit Hilfe radioaktiv markierter Stoffe; wird häufig zur Untersuchung auf Knochenmetastasen eingesetzt (Skelettszintigrafie).
Therapie Behandlung.
TNM–Klassifikation Einteilung eines Tumors nach Größe, Lymphknotenbefall und Metastasierung.
Trachea Luftröhre.
Trachealkanüle Rohr, das das Tracheostoma nach der Operation offen hält.
Tracheostoma Nach Kehlkopfoperation neu geschaffene Atemöffnung am Hals.
Transplantation Zellen-, Gewebe- oder Organübertragung.
Tumor Lateinisch: Geschwulst, Schwellung. Kann gutartig (benigne) oder bösartig (maligne) sein.
Tumormarker Stoffe, deren Nachweis im Blut oder Urin auf einen bestimmten Krebs oder ein bestimmtes Stadium der Erkrankung hinweist.
Ultraschalluntersuchung Untersuchungsmethode, bei der Schallwellen verwendet werden, (Sonografie) die von inneren Organen in unterschiedlichem Maße zurückgeworfen werden, wodurch Bilder der Organe (auch in Bewegung) erzeugt werden können.
Zyklus Einheit im Rahmen einer Chemotherapie, in der in bestimmten Zeitabständen Zytostatika verabreicht werden. Zwischen zwei Zyklen wird eine Pause eingelegt, damit der Patient sich erholen kann.
Zytologische Untersuchung Zellen werden unter dem Mikroskop auf Anzeichen einer Entartung hin untersucht.
Zytostatika Medikamente zur Chemotherapie, die vor allem sich vermehrende Krebszellen abtöten.


Quelle: Krebs im Kopf-Hals-Bereich - Eine Informationsbroschüre für Patienten und Angehörige

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